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26.04.2017

LHC Cottbus: Zusammenarbeit mit Trainerin Diane Brucke beendet


LHC Cottbus: Kein Drittligaaufstieg– Zusammenarbeit mit Trainerin Diane Brucke beendet

Der Präsident des Lausitzer Handballclub Cottbus begründet die strategischen Entscheidungen des Vereins bezüglich des Verzichts auf das Aufstiegsrecht in die 3. Liga sowie die Zusammenarbeit mit dem Landesstützpunkt Cottbus.


Die Woche hat begonnen mit einer Mitteilung über die Absage an den Aufstieg zur 3. Liga. Gibt es Details für die Mitglieder?

Wir mussten uns eingestehen, dass aus rein finanzieller Sicht ein Aufstieg nicht machbar ist. Wenn Du eine Spielklasse höher spielen willst, brauchst Du zusätzliche Spieler, sagen wir mal zwei mit Erfahrung in der 3. Liga. Und die kosten Geld. Die Jungs brauchen Arbeit vor Ort und eine Aufwandentschädigung, sonst kommen die nicht. Hinzu kommt, dass einige aktuelle Leistungsträger den Weg in die 3. Liga aus beruflichen und familiären Gründen nicht hätten mitgehen können. Alle angefragten Spieler, welche uns hätten helfen können waren entweder nicht finanzierbar oder ihren Wohnsitz nach Cottbus zu verlegen.

Aus Erfahrung der Saison 2012/13 wissen wir ja bereits sehr genau, dass allein die Fahrtkosten gut 15.000 EURO ausmachen würden. Insofern haben Präsidium und Beirat sehr lange überlegt, ob es eine Möglichkeit zum Aufstieg gibt und ob wir eine Chance sehen, dies mit Klassenerhalt durchzuziehen. Davon sind wir nach unserer Auffassung aber meilenweit entfernt.


Spielen die Sponsoren eine Rolle?

Absolut, auch wenn wir einräumen, dass wir die Sponsoren nicht alle in den Entscheidungsprozess einbezogen haben. Wir haben mit den Hauptsponsoren gesprochen und natürlich auch mit den Spielern ein langes und emotionales Gespräch geführt. Letzten Endes ist es ja so: Wenn wir in der 4. Liga fast alles weg knipsen, kommen die Leute in Scharen in die Halle. Das bringt dem Verein wichtige Einnahmen und den Sponsoren einen tollen Werbewert.

Ich weise mal deutlich drauf hin, dass wir eine große Anzahl von Sponsoren haben, die hier in der Region mit uns allen leben und arbeiten und die viel davon hätten, würden unsere Vereinsmitglieder und Gäste bei ihnen einkaufen. Wir haben Restaurants, Handwerker, Fahrschulen und einen starken Dienstleistungssektor. Das sind die Stützen des Vereins und insbesondere denen müssen wir die Halle füllen. Daran kommen wir nicht vorbei, auch wenn die 3. Liga rein sportlich absolut cool wäre.


Was läuft bei im Jugendbereich in der neuen Saison?

Wir haben die Verpflichtung, bis zum 15.04. eines Jahres, die Mannschaften an den Verband zu melden, mit denen wir in der dann kommenden Saison spielen werden. Nachträglich kann man das nicht tun. Diese Meldung wird quasi nach „Kassenlage“ gemacht.

Bei Verzicht im Nachhinein wäre eine hohe vierstellige Strafe die Konsequenz. Also checken wir, wie die aktuelle finanzielle Lage ist, wie viele Spieler in welcher Altersklasse zur Verfügung stehen und wer die Teams trainieren kann. Die Meldung an sich erfolgt nur unter Angabe der Spielklasse.



Warum eierst Du rum?

Wir haben zwei Dinge wahrscheinlich unpopulär entschieden.

1. Wir haben die Zusammenarbeit mit Diane Brucke, Leitende Trainerin des Landesstützpunktes beendet

2. Aus Geld- und Leistungsgründen, werden wir nicht nur auf das Aufstiegsrecht in die 3. Liga verzichten, sondern auch die A-Junioren in der neuen Saison nicht für die Bundesliga melden.

Mittlerweile werden wir Brandenburg weit darauf angesprochen, dass die Zusammenarbeit zwischen dem LHC Cottbus und dem Landesstützpunkt an der Lausitzer Sportschule nicht optimal läuft. Nachdem über eine lange Zeit immer deutlicher wurde, dass wir in dieser Kooperation als stützpunkttragender Verein weder unser Regelwerk noch unsere sportlichen Ziele verwirklichen und durchsetzen können, haben wir zwei Jahre lang an der Lösung dieses Problems gearbeitet. Darin involviert bin ich jetzt seit Oktober 2016 und handle in dieser Situation wie sonst auch als Unternehmer, nach einem Schema.

Erst wird eine Situation ausführlich analysiert, dann ein Ziel festgelegt und dann kommt die Planung des Vorgehens. Konkret hatten wir die Lage bis in den Februar hinein eingehend analysiert, festgestellt was schief läuft und worin die Ursachen dafür liegen.

Die Zielstellung des Lausitzer Handballclub Cottbus ist es, den Verein von der Grundschul-AG bis zu den 1. Männern so aufzustellen, dass alle SportschülerInnen oder BreitensportlerInnen ihre Karrierevorstellungen oder ihren Weg verfolgen und selbst entwickeln können. Ein Verein ist wie eine Pyramide und funktioniert nur, wenn angefangen von der breiten Basis bis zur Spitze, alles nach Plan verläuft.

Der LHC Cottbus hat deshalb entschieden, mit der leitenden Stützpunkttrainerin nicht länger zusammen zu arbeiten. In intensiven Verhandlungen mit allen Beteiligten, haben wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft, weiter gemeinsam zu arbeiten und wieder als Team vertrauensvoll und in einem annehmbaren Klima zu funktionieren. Alle Versuche und Angebote wurden teils direkt und teils durch Intrigen zurückgewiesen.

Fazit: Wir bekamen keine Teamfähigkeit und daher auch keine Zusammenarbeit auf den Weg. Zudem stellte man von der Stützpunktseite Verein, Schüler und Sportler während der vergangenen Jahre einseitig vor vollendete Tatsachen und schwer zu handhabende Probleme. Deshalb tragen und finanzieren wir den Landesstützpunktweiter, arbeiten aber nicht länger mit der Stützpunktleiterin zusammen.


Ein Beispiel?

Wir haben gut 60 Sportschüler an der Schule, die in den Altersklassen C, B und A spielen. Das Konstrukt zur Mannschaftseinteilung von Frau Brucke sieht wie ein Flechtzopf mit zwei Strängen aus. Das bedeutet, ihre Spieler erhalten eine saubere, engagierte und fachlich fundierte Handballausbildung. Die anderen Sportler sind bei Lehrertrainer Peter Melzer und werden ebenfalls gut ausgebildet. Sie fallen aber aus Mannschaften heraus bzw. spielen nicht in der – sagen wir mal B1 – wo sie hingehören. Sie werden durch Frau Brucke stets in eine nachrangige Mannschaft verschoben. Frau Brucke überspringt Entwicklungsstufen, schadet damit aber den anderen Schülern. Im Klartext, mindestens die Hälfte der Sportler werden in diesem System benachteiligt und ihnen wird eine sportliche Zukunft in Cottbus verbaut. Das schwächt die Leistungsfähigkeit der Schule und vor allem uns als Verein, denn wir brauchen zum Erhalt des Cottbuser Handballs jeden Spieler.

Zudem verletzt Frau Brucke immerwährend alle Gepflogenheiten kollegialen Verhaltens und entsprechender Kommunikation. Darunter litten zahlreiche Verantwortliche, die zudem zum Großteil ihren Abgang für den Fall ankündigten, würde der Verein hier nicht für sichere und annehmbare Arbeitsbedingungen Sorge tragen. Kollegen, verdiente SportlerInnen, TrainerInnen und tolle Menschen wurden gemobbt und bloß gestellt, ihr Ansehen gegenüber den Sportschülern systematisch und gezielt in Mitleidenschaft gezogen.

Es geht hierbei nicht um Namen oder beispielsweise um eine vermeidliche Unfehlbarkeit von Trainer Peter Melzer, Frau Brucke hat hier schlicht und gegen allen Willen versucht, ein schlechtes System vor Ort, im Verein, am Stützpunkt und in den Sportlern zu kultivieren.


Und das ist alles zum Thema?

Nein. Frau Brucke war bereits auf der Suche nach einem neuen Verein, um diesem die Kooperation als stützpunktragender Verein anzutragen. Das erfuhren wir total unabsichtlich vor einer Woche, dieser Verein lehnte ab. Die Vorgehensweise ist extrem arglistig und überschreitet ihre Kompetenzen, zieht alle Planungen und Bemühungen des LHC Cottbus in Mitleidenschaft. Deshalb stehen wir fest zu der Entscheidung, wie wir sie der Lausitzer Sportschule, dem HVB, den Hauptsponsoren und der Stadt mitgeteilt haben.

Was schmerzt, ist der nun unvermeidbare Verlust von sportlicher und didaktischer Qualität. Frau Brucke erzielte mit Teams des Lausitzer Handballclub Cottbus durchaus bemerkenswerte Erfolge. Ihre Demission ist sicher nicht für diejenigen verständlich, die gut mit der Lehrertrainerin zusammenarbeiteten. Aber als Verein tragen wir die Verantwortung für unsere handballerische Zukunft in Cottbus und immer mehr benachteiligte SportlerInnen.

Es geht um die Gesamtbetrachtung und wir brauchen in einem großen Verein auch Teamgeist, Vertrauen und Führungsstärke. Bei aller Abwägung – ich habe mich lange gegen diese Entscheidung gewehrt – ist die beendigte Zusammenarbeit mit Diane Brucke die letzte und einzig verbliebene Lösung für einen Konflikt, der uns seit Jahren auf allen Ebenen blockiert und die sportliche Weiterentwicklung des LHC Cottbus entscheidend behindert hat. Dazu stehen wir als Präsidium und Beirat, als Trainerkollegium und Verein.



Und wie geht es mit dem Stützpunkttragenden Verein weiter?

Ich habe immer erklärt, dass ich nicht angetreten bin, um den Handball-Leistungssport in Cottbus zu Grabe zu tragen. Wir wollen und werden mit dem Stützpunkt, der Schule und dem HVB weiter arbeiten, die Erfolge der letzten Jahrzehnte zeigen, dass es für den Sport kaum eine bessere Heimat geben kann als Cottbus. Das habe ich auch immer wieder kommuniziert. Unser Plan lautet definitiv, den Leistungssport mit der Maßgabe A-Jugendbundesliga zu stabilisieren. Bei den Herren ist die 3. Liga das Ziel der kommenden Jahre – mit der Maßgabe, Aufstieg und Klassenerhalt mit dem Nachwuchs aus der eigenen Jugend zu bewerkstelligen.

Das Damenteam hat eine sehr erfolgreiche Rückkehr des Cottbuser Handballs auf die Landkarte hingelegt. Durch die sehr gute Nachwuchsarbeit unserer Trainer und obwohl dafür keine Mittel in Größenordnungen zur Verfügung stehen, konnte sich der Verein im Frauenhandball stabilisieren, wieder eine Heimat für Handballerinnen und eine anspruchsvolle Leistungsklasse anbieten. Die geleistete Arbeit ist hervorragend und beispielhaft für alle Vereinsmitglieder. Auch der Damenhandball schreibt Erfolgskapitel für die Geschichte des LHC Cottbus, des Cottbuser Handballvereins für alle Cottbuser HandballerInnen.





Pressesprecher

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