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08.03.2017

Durchsetzen und Vermitteln - LHC-Präsident Peter Gronem


Lausitzer Handballclub Cottbus e.V. – Antrittsinterview mit Präsident Peter Gronem

Die Mitgliederversammlung des LHC Cottbus hat am 2. März im Cottbuser Stadthaus ihren neuen Vereinsvorstand gewählt. Bei mehr als 70 abgegebenen Stimmen, erreichten alle Kandidaten jeweils in der ersten Wahlrunde die notwendige Zustimmung von mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten. Es gab keine Gegenkandidaten.

Geleitet wird der Lausitzer Handballclub Cottbus fortan durch den Berliner und Cottbuser Kommunal- und Industrieversicherungsmakler Peter Gronem. Als 1. Vizepräsident steht ihm der Cottbuser Gastronom Marco Doil zur Seite, als 2. Vizepräsident der Cottbuser Patentanwalt Gerald Haschick. Für die Finanzen zeichnet sich weiterhin Ex-Präsident Frank Prätzel verantwortlich, die Sportliche-Gesamtleitung des Breiten- und Leistungssports liegt weiter in den Händen von Marcel Linge.

Den Wahlen war ein langwieriger Konflikt über die inhaltliche Ausrichtung der Vereinsarbeit und der Verknüpfung von Breiten- und Leistungssport vorausgegangen, dieser wurde zudem vom überraschenden Rücktritt von Ex-Präsident Lothar Kubitz zu Saisonbeginn überschattet.

Um zukünftig wieder dem Cottbuser-Handballnachwuchs den Zugang zum Männerbereich zu gewähren und damit die Zukunftsfähigkeit der Oberligamannschaft sicherzustellen, wird der LHC Cottbus zukünftig wieder die Besetzung aller Mannschaften mit Vereinstrainern durchsetzen. Ziel ist der Erhalt des Leistungshandballs und der Sportförderung am Standort, des Cottbuser Handballs auf hohem Niveau sowie die Sicherstellung des breitensportlichen Handballs vom Kinder- bis zum Seniorenbereich.


Das Antrittsinterview mit LHC-Präsident Peter Gronem:

Herr Gronem, mit der Wahl ist nun ein langwieriger Vorbereitungsprozess auch ihrerseits abgeschlossen worden. Wird’s nun schwerer oder leichter?

Erst mal freue ich mich, dass die Mitglieder mit großer Mehrheit der Einladung zur Wahl und dann auch meinen Vorschlägen gefolgt sind. Ich habe mir vorher gut überlegt, ob ich das wirklich mache, stand zweimal vor der Entscheidung, es nicht zu tun. Ich habe mich der Motivation und des Willens vieler Menschen im und um den Verein versichert, deshalb habe ich mich für mein Engagement entschieden. Doch ohne die aktive Beteiligung aller Vereinsmitglieder werden wir auch jetzt nichts erreichen, denn jetzt stehen wir vor der Aufgabe, gemeinsam unser Konzept und unsere Vorstellungen vom LHC Cottbus umzusetzen. An manchen Tagen fühlt es sich an, als sei dies ein Hauptjob, doch wir tragen diese Belastung ehrenamtlich. Nur durch ein festes Regelwerk und vertrauensvolle Zusammenarbeit wird sich die Belastung der einzelnen Verantwortungsträger reduzieren. Also, erst mal wird es schwerer.


Worin bestehen die vorrangigsten Aufgaben des neuen Präsidiums?

Wir festigen unser internes Regelwerk, verschriftlichen es und setzen es mit aller Kraft durch. Präsidiumsarbeit heißt Durchsetzungsarbeit und Überzeugungsarbeit. Unsere zentrale Aufgabe als Verein ist es, die Bedingungen und Interessen von Breiten- und Leistungssport miteinander zu vereinbaren. Die entscheidende Größe im Cottbuser Handball ist dieser Verein und nur der Verein. Die Mitglieder des LHC Cottbus entscheiden über die Ausrichtung, die Sponsoren des LHC Cottbus finanzieren das gesamte Konstrukt aus Breiten- und Leistungssport. Maßgeblich ist also, was der Verein entscheidet und welche Richtung die Mitglieder vorgeben. Mit dem Votum für unsere Konzeption, ist dies nun geschehen.


Welche Zielstellung gilt es zunächst zu erreichen?

Der LHC Cottbus hat wirtschaftlich schwierige Jahre hinter sich, doch mit wichtigen Partnern wie der Cottbuser Gebäudewirtschaft und der Sparkasse Spree-Neiße haben es die Verantwortlichen mit sehr guter Arbeit geschafft, den LHC Cottbus aus eigener Kraft zu sanieren. Verantwortliche wie Dr. Torsten Kunze – der uns auch im neuen Vereinsbeirat zur Seite steht, Ex-Präsident Lothar Kubitz, Frank Prätzel und Marcel Linge, haben hierbei langjährig gute Arbeit geleistet.

Doch auch wenn diese Konsolidierungsphase beendet wurde, wir werden unsere finanzielle Situation noch einmal genau klären, um auch hieraus Handlungsweisungen zu beziehen. Die aktuell gute finanzielle Situation wollen wir entscheidend verbessern.

Darüber hinaus sind die Vorbereitungen der neuen Spielzeit angelaufen und werden nun hauptbestimmend auf der Aufgabenagenda sein. Wir haben große Probleme mit der Sportstättenvergabe, die Betreuung unserer Sponsoren werden wir verbessern und wir wollen natürlich neue für den LHC Cottbus gewinnen.

Sportlich geht es jetzt zunächst um die richtige Besetzung zahlreicher Trainerpositionen im gesamten Verein. Von den Oberliga-Herren, dem männlichen und weiblichen Nachwuchs bis zu den Brandenburgliga-Damen, hier werden nun zunächst Entscheidungen getroffen, um dann gemeinsam und vertrauensvoll die weiteren Planungen voranzutreiben.


Sie haben den neuen Beirat erwähnt, wer ist das und wofür ist er da?

Ich weiß, dass die Entscheidung für diesen Beirat teilweise kritisch gesehen wird, weil man eine Politik durch die Hintertür befürchtet. Doch erstens haben wir uns dafür entschieden, das Thema transparent nach außen zu tragen und zweitens lehne ich eine nicht regelkonforme Beeinflussung ab. In Vorbereitung der Kandidatur, wurde ich mit etlichen verschiedenen Gruppierungen und Meinungen innerhalb des Vereins konfrontiert. Jeder versuchte natürlich seine Überzeugungen durchzudrücken. Im Beirat befinden sich mit Dr.Torsten Kunze, Werner Schaaf, Dr. Markus Niggemann, Marlen Matthée Matzko, Tino Kahl und Kai-Uwe Weilmünster VertreterInnen des Sports, der Politik und der Wirtschaft, sind zum Teil aktiv im LHC engagiert und bringen auch sonst nützliche Qualifikationen und Erfahrung mit. Und darum geht es ja ganz zentral, wenn wir uns über erfolgreiche Zusammenarbeit unterhalten. Als Präsidium und als Verein wollen wir auch von den Erfahrungen des Beirats profitieren. Er wird kein offizielles Vereinsgremium und bekommt keinerlei Entscheidungsmacht oder Vertretungsbefugnis.


Wo sehen Sie den LHC Cottbus im Jahr 2018?

Rein sportlich betrachtet, sehe ich den Verein dort wo er jetzt auch ist. Unsere Erwachsenenteams und zum Großteil auch die Jugend spielen sehr erfolgreich, die SpielerInnen sind und sollen glücklich sein. Großes Engagement beruht doch oft auf einem guten Innenklima und bewirkt ein sehr gutes Außenklima – ein Kreislauf, das wollen wir nutzen, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen.

Finanziell wollen und müssen wir wohl einen ordentlichen Schritt nach vorn machen. Wir füllen regelmäßig die größte Sporthalle der Stadt, haben rund 260 Mitglieder, Spitzenteams in der 4. und 5. Liga im Seniorenbereich. Wir können, wollen und müssen hinter dem FC Energie einer der wichtigsten Vereine dieser Stadt sein, auch weil der Handball hier einfach eine so große Tradition hat. Das alles soll sich auch im Sponsoring widerspiegeln und dem müssen wir dafür mit unserer Arbeit gerecht werden.

Strukturell müssen wir das Arbeiten und das Leben im Verein verbessern, eine Struktur und Kultur des Mitmachens erschaffen. Wir wollen mehr Gefühl für das gemeinsame Vereinsleben wecken und entsprechend mehr LHC Cottbus leben als bisher.

Letzte Frage. Die Sportbegeisterung in Cottbus ist traditionell groß, aber ebenso sind es die Erwartungshaltung und der Erfolgsdruck. Warum die Entscheidung für den Handball?

Ich glaube, dass hier alle etwas von dem Glanz zurück wollen, den viele Vereine der Stadt vor Jahren ausgestrahlt haben. Energie in der 1. Liga, der LHC in Liga-Zwei, die Meisterturner usw. Davon sind wir aber ein gutes Stück entfernt, doch man muss auch mal beginnen, die Dinge anders anzupacken. Unsere Oberligasieben spielt an der Tabellenspitze, lockt stetig eine volle Halle hinterm Ofen vor, die Stimmung ist toll und die Begeisterung nimmt wieder zu. Daran können wir wachsen, kein Harakiri, keine Träumereien. Handball in dieser Stadt, das sind 160 Kinder und Jugendliche, vier Erwachsenenteams und Cottbuser Mädels und Jungs im LHC Cottbus, die stets alles geben. Wir wollen weiter aufbauen! Handball, das sind 2x30 Minuten mit 170 Puls für jeden Zuschauer. Leute die ich zu den Spielen mitnehme, werden regelrecht süchtig danach und kommen wieder. Man sitzt unmittelbar am Geschehen in einer fabelhaften Halle.

Pressesprecher
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